Offa’s Dyke: 50 Jahre Wandern in Wales

Der Offas Dyke Wales Wandern, an der Grenze zwischen Wales und England, zählt zu den schönsten und abwechslungsreichsten Fernwanderwegen Großbritanniens. In diesem Jahr feiert der Path sein 50-jähriges Bestehen unter anderem mit dem ungewöhnlichen Kunstprojekt „Walking with Offa“.

Die Geschichte um König Offa reicht weit zurück. Um sein Königreich Mercia, heute Mittelengland, vom rivalisierenden Wales zu trennen, ließ König Offa Mitte des 8. Jh. einen mächtigen, bis zu 18 Meter hohen Erdwall (Dyke), als Grenze zu den walisischen Kelten erbauen. Auch mehr als 1200 Jahre später gilt der Offa’s Dyke damit als längstes antikes Denkmal im Vereinigten Königreich.

Entlang der historischen Grenze entstand Ende der 1960er Jahre der 285 Kilometer lange Offa’s Dyke Path (auf Walisisch: Llwybr Clawdd Offa), der am 10. Juli 1971 als National Trail eröffnet wurde. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens diesen Sommer hat die Offa’s Dyke Association and Centre zusammen mit dem walisischen Künstler Dan Llywelyn Hall ein ungewöhnliches Kunstprojekt gestartet.

Unter dem Motto „Walking with Offa“ wandert der Künstler den gesamten Fernwanderweg, begleitet wird er von Guides oder Einheimischen, um deren Geschichten zu hören und dabei die abwechslungsreiche Landschaft auf Leinwand festzuhalten. „Durch den Grenzwall konnte sich Wales seine Sprache, Kultur und Identität bewahren, das fasziniert mich an diesem monumentalen Denkmal besonders“, so Hall. Zur Wiedereröffnung des restaurierten Offa’s Dyke Centre in Knighton, Powys, am 10. Juli 2021 werden dann die mehr als 50 Werke in einer Ausstellung zu sehen sein. Zudem sind neben der Veröffentlichung von über 20 neuen Wandertouren von National Trails auch weitere Aktivitäten im Sommer geplant.

Der landschaftlich reizvolle Offa’s Dyke Path schlängelt sich entlang der Grenzlinie – etwa 128 km davon auf den Überresten des einstigen Walls – von Küste zu Küste, zwischen Prestatyn im Norden an der Irischen See, bis zu den Sedbury Cliffs südlich von Chepstow, an der Mündung des Flusses Severn. Auf seiner Gesamtlänge verläuft er durch acht Grafschaften und überquert mehr als zwanzigmal die Grenze zwischen beiden Ländern.

Die Landschaften der „Borderlands“ sind so spektakulär wie kurzweilig: von den grandiosen Black Mountains im Brecon Beacons Nationalpark zu historischen Marktstädten, idyllischen Tälern und Wäldern, vorbei an jahrhundertealten Castles, Klosterruinen und über einsame, mit Heidekraut bewachsene Höhenzüge auf denen Schafe und Ponys grasen. Etwa ein Drittel der Strecke führt durch „Gebiete von außerordentlicher Naturschönheit“ – durch das malerische Wye Valley, über die Clwydian Range und durch das Dee Valley im Norden.

Wanderer können den gesamten Offa’s Dyke Path in gut vierzehn Tagen bewältigen oder auch nur in Teilstrecken. Entlang der Route gibt es zwölf „Stempelstellen“, einen entsprechenden Wanderpass erhält man bei der Offa’s Dyke Association. „Mit den Einnahmen aus dem Verkauf der Pässe (£5) werden Naturschutzprojekte unterstützt, die dabei helfen, den Trail und den Dyke nachhaltig zu schützen und für zukünftige Generationen zu bewahren“, so Rob Dingle, National Trail Officer.

Weitere Informationen unter www.offasdyke.org.uk

britishtravel.de/wales

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