EU-Bürger nach dem Brexit: Statistik

EU-Bürger nach dem Brexit haben beim britischen Innenministerium bis Mitte Mai 2020 rund 3,5 Millionen Anträge zum dauerhaften Verbleib in Großbritannien gestellt. Mit dem so genannten EU Settlement Scheme können EU-Bürger nach dem Brexit in Großbritannien bleiben. Die meisten Anträge stellten Polen, Italiener und Rumänen. Danach folgen Portugiesen und Spanier.

Über 90 Prozent der Anträge wurden in England gestellt, fünf Prozent in Schottland und jeweils zwei Prozent in Wales und Nordirland. Rund drei Millionen Antragsteller waren im Alter zwischen 18 und 64 Jahren.

Das EU Settlement Scheme wurde für den Brexit aufgelegt. Es gibt allen EU-Bürgern, die in Großbritannien leben, einen gesicherten Status für die Zeit, wenn die Briten die EU verlassen. Das EU Settlement Scheme ist an einige Auflagen geknüpft, soll aber dafür sorgen, dass EU-Bürger nach dem Brexit in Großbritannien weiterhin ohne Probleme leben und arbeiten können und beispielsweise Zugang haben zum staatlichen Gesundheitssystem NHS.

Bis Mitte Mai 2020 wurden 58 Prozent der Anträge positiv beschieden. Das bedeutet, dass diese EU-Bürger nach dem Brexit im Land bleiben dürfen. In der Stadt Newham gab es die meisten Anträge insgesamt. In der Stadt Ealing gab es die meisten Anträge von polnischen Staatsbürgern.

Das EU Settlement Scheme begann im März 2020. Zuletzt hatte die britische Regierung der EU vorgeworfen, den Briten, die in der EU bleiben wollen, weniger Unterstützung anzubieten. So hätten die  Briten in der EU nicht den langen Zeitraum zum Bewerben, den die Briten ihren EU-Ausländern anbieten. Es muss aber gesagt werden, dass auch das EU Settlement Scheme für EU-Bürger nach dem Brexit einen ziemlich holprigen Start hatte.

Mehr Infos über Großbritannien: http://www.britishtravel.de

https://www.gov.uk/government/collections/eu-settlement-scheme-statistics

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