Chelsea-Flower-Show: Dieses Jahr nur online

Die Chelsea-Flower-Show wurde dieses Jahr wegen des Coronavirus für Besucher gestrichen – das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg. Dafür werden Beete und Rabatten erstmals als digitales Event gezeigt. “Die Show geht weiter – nur etwas anders, als wir es gewohnt sind”, sagte einer der Veranstalter. Zum Online-Programm gehören Tipps für eine Naturgarten und wie man erfolgreich auf engem Raum oder innen gärtnert. Die Queen schickte ein Grußwort.

Chelsea-Flower-Show

 

Die erste Chelsea-Flower-Show fand im Jahr 1913 statt und sogar im Jahr 1915  während des Ersten Weltkriegs. Nach einer Pause während des Zweiten Weltkriegs kehrte die Chelsea-Flower-Show in 1947 zurück. Nach bescheidenen Anfängen findet die Chelsea-Flower-Show derzeit auf einer Fläche statt, auf der 500 Londoner Busse Platz fänden.

https://www.rhs.org.uk/shows-events/rhs-chelsea-flower-show

Die Briten sind ein Volk der Gärtner. Einige britische Gärten wie etwa Kew haben heutzutage Kultstatus, der „englische Landschaftsgarten” ist weltweit ein Begriff und Pflanzenshows wie die Chelsea Flower Show sind Massenevents. Die englischen Gärten sind sehr abwechslungsreich. Zu sehen sind die formale Gärten der Schlösser und Herrenhäuser und die Cottage Gardens, in denen blühenden Bauernrosen über den Gartenzaun hängen und die Luft erfüllt ist von dem Summen der Bienen. Gärtner haben nicht selten einen Status wie Prominente. Die Gärtnerin und Gartenarchitektin Rosemary Verey (1918-2001) zählte Elton John und Prince Charles zu ihren Kunden. Der formale Rahmen ihrer Gärten wurde durch bunte Rosen oder Dahlien aufgelockert. Unvergessen ist der englische Gärtner John Capability Brown. Er hatte die Idee, lange Sichtachsen anzulegen, und das Auge des Betrachters an einen Punkt in der Ferne zu leiten.

Dass die britischen Inseln bei Gartenfans aus der ganzen Welt so beliebt sind, hat einen besonderen Grund: Der warme Golfstrom fließt von Mexiko aus Richtung Norden und trifft bei Neufundland auf den kälteren Labradorstrom. Das warme Wasser wird auf diese Weise in Richtung Europa abgelenkt. Daher liegen die Temperaturen an der englischen und schottischen Küste höher als in Regionen mit einer vergleichbaren geografischen Lage. Das maritime Klima sorgt beispielsweise dafür, dass das Thermometer viel seltener unter den Gefrierpunkt sinkt als das in Kontinentaleuropa der Fall ist. Das führt dazu, dass sogar in Schottland Palmen wachsen, so sonst Atlantikstürme heftig an den Küsten rütteln.

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